JEAN-FRANÇOIS DUBREUIL
Geboren 1946 in Tours, Frankreich
Lebt und arbeitet in Paris.
Seit Mitte der 1970er-Jahre basiert Jean-François Dubreuils Werk auf einem ein für alle Mal festgelegten System: Seine Gemälde sind Transkriptionen von Zeitungsartikeln. Ausgehend von diesem Prinzip übertragen alle seine Werke die Oberflächen gedruckter Informationsmedien auf die Leinwand: nationale, regionale oder ausländische Tageszeitungen (von denen er entweder die Titelseite oder die gesamte Zeitung bearbeitet) und Nachrichtenmagazine (von denen er das Ganze darstellt).
Die Logik der Reihe bleibt bestehen, selbst wenn die Reihe nur aus einem einzigen Artikel besteht. Beispiele für Reihen sind: alle überregionalen Tageszeitungen desselben Tages, derselbe Titel über mehrere aufeinanderfolgende Tage, dieselbe Zeitung, die mehrfach nach unterschiedlichen Kriterien oder mit unterschiedlichen Seitenlayoutmatrizen verarbeitet wurde… Umfang und Seitenlayout werden durch das Format und die Seitenzahl der Zeitung(en) in der Reihe und/oder durch das gewählte Rahmenformat bestimmt.
Von Anfang an wurde ein grundlegendes Farbschema festgelegt: Rot für Anzeigen, Schwarz für Fotos und Grau oder Weiß für alles, was nicht durch die anderen Farben gekennzeichnet war. Zusätzliche Farben konnten diesem Schema hinzugefügt werden, wobei deren Anzahl von den jeweiligen Zeitungen und dem für die Serie gewählten Analysemodell abhing. So konnten beispielsweise Titelseiten, auf die im Zeitungstext verwiesen wurde, und die zugehörigen redaktionellen Abschnitte jeweils mit einer anderen Farbe hervorgehoben werden. Die Reihenfolge dieser Farben wurde dann zufällig bestimmt. Diese Vorgaben schlossen die Wahl der Komposition (die durch die Struktur der Zeitung vorgegeben ist) aus und ignorierten jegliche Regeln bezüglich der Farbabstände. Um in der Zeit verankert zu bleiben, fügte der Designer diesen formalen Beschränkungen eine zeitliche hinzu: Jede Serie wird durch einen Code identifiziert, dessen aufsteigende Reihenfolge der chronologischen Reihenfolge der Zeitungen entspricht. Diese bewusst akzeptierten Vorgaben, die ihn dazu brachten, auf die meisten Attribute des Malers zu verzichten, erlaubten es ihm, die Malerei auf möglichst objektive Weise zu hinterfragen.
Werke in Museen und öffentlichen Sammlungen
Nationalfonds für zeitgenössische Kunst, Paris
Regionalfonds für zeitgenössische Kunst, Basse-Normandie
Espace d'Art Concret, Mouans-Sartoux
Arithmeum, Bonn, Deutschland
Museum im Kulturspeicher, Würzburg, Deutschland
Preis
Gewinner des Aurélie-Nemours-Preises 2016
Auswahl der Hauptausstellungen
2025 Bouvet Ladubay Zentrum für zeitgenössische Kunst, Saumur
2019 Atelier rue du soleil (im Duo mit Philippe Compagnon), Fraïssé des Corbières.
2016 Galerie L'ESPACE DU DEDANS, Lille.
Galerie Lahumière (in Partnerschaft mit Jean d'Imbleval), Paris.
Galerie Art Espace 83 (im Duo mit Philippe Compagnon), La Rochelle.
2015 Galerie Saint Hilaire, Freiburg (Schweiz).
MG/Art Gallery (im Duo mit Jean-Pierre Maury), Zeebrugge (Belgien).
Cube 4x4x4, März Galerie Mannheim, Mannheim (Deutschland).
2013 Galerie Saint Hilaire, Freiburg (Schweiz).
Château Lescombes, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Eysines.
2012 Galerie Nathalie Clouard, Rennes.
2011 Espace de l'Art Concret (Von Angesicht zu Angesicht, im Duo mit Emmanuel), Mouans-Sartoux.
Atelier rue du soleil (im Duo mit Anne Verdier), Fraïssé des Corbières.
März Galerie Mannheim, Mannheim (Deutschland).
Eine Auswahl der im Shop erhältlichen Werke
Eine Auswahl an Drucken ist im Shop erhältlich