Claude Pasquer

CLAUDE PASQUER

Geboren 1937 in Le Mans, gestorben 2024 in Marogues (18).

Der Künstler konstruiert seinen Bildraum anhand eines Netzes horizontaler und vertikaler Linien, Unterteilungen, die durch ein vorab festgelegtes digitales Schema unterstützt werden, das auf den Prinzipien der Permutation, Wiederholung und Translation basiert.

Der Gedanke leitet somit die Ausführung; das Werk kann nicht von dem zuvor Konzipierten abweichen – ein Postulat, das in diesem Sinne den Prinzipien der konkreten Kunst treu bleibt. Diese verschiedenen Flächen werden zunächst gemalt und dann mit einer Schicht Schwarz, Weiß oder einer anderen Farbe so weit überdeckt, dass nur noch marginale Linien sichtbar bleiben, die die Oberfläche des Gemäldes gliedern. Ihr farbiges Auftreten in rhythmischen Abständen erzeugt eine optische Täuschung, bei der Motiv und Grund scheinbar die Rollen tauschen. Dieser Effekt der Lebendigkeit, des Hin und Her, der Bewegung wird durch die kaum wahrnehmbare Präsenz der verdeckten Fläche noch verstärkt, welche die Leuchtkraft der Hintergrundfarbe verändert.

Diese Variationen regen das Auge dazu an, der Bewegung der Farben zu folgen, ihre Entwicklung innerhalb der Grenzen des Gemäldes und sogar darüber hinaus zu verfolgen.

Bewegung, Thema, Rhythmus, Progression – all diese Begriffe aus der Musikwelt findet man, um die Werke von Claude Pasquer zu beschreiben. Wie ein Komponist greift er ein Thema auf und erforscht dessen Variationen methodisch. Seine Zahlenkombinationen konstruieren systematisch die Partitur. Und aus dieser Strenge, ungetrübt von Emotionen, entstehen Harmonie und eine kontemplative Dimension.

Laurence Fasel

„Gemäß der strengen Logik, die Geste auszulöschen, trägt Claude Pasquer seine Malerei mit einer Rolle auf, um jegliche subjektive Wirkung des Pinselstrichs zu eliminieren. Die Formen sind geometrisch und flächig dargestellt. Die gesamte Leinwandoberfläche wird berücksichtigt. Die Flächen, teils schwarz-weiß, meist aber farbig, verschieben sich, ohne jemals eine Leere zu hinterlassen. Die Konzeption des Gemäldes als eine Reihe unabhängiger Einzelbilder – behandelt wie Module – ermöglicht die Fortsetzung der Komposition auf komplexe Weise, indem die Permutation auf die Fragmentierung des Gemäldes in ein Polyptychon übertragen wird.“.

Während die Module ständig neu zusammengesetzt werden, entstehen in den Serien immer wieder neue plastische Kombinationen. Dadurch entwickelt das Werk seine eigene Dynamik. Es befindet sich in einem fortwährenden Werden. Was macht es also schon, wenn von all den konzipierten, durchdachten, kalkulierten, gezeichneten und katalogisierten Serien nur wenige Figuren oder Figurenanordnungen realisiert werden? Der Betrachter, der damit in Berührung kommt, erkennt schnell, dass er sich in ein Spiel begibt, das Auge und Geist gleichermaßen anspricht

Hubert Besacier

Werke in Museen und öffentlichen Sammlungen

Frankreich: Rouen, Macon, Pontoise, Cambrai

Holland: Amersfoort

Schweiz: Zürich

Deutschland: Reutlingen, Hünfeld, Erfurt,

Italien: Mailand, Calasetta

Schweden: Kiruna Lappland

Polen: Chelm

Ungarn: Budapest

Vereinigte Staaten: Dallas

Argentinien: Buenos Aires

Brasilien: MADI Sobral Museum

Japan: Satoru-Sato-Museum

Auswahl der Hauptausstellungen

2005 „Trio-Suite Nr. 2“ mit Janos Saxon, Orion Gallery, Paris (F)

 „Vertikale Trennwände 3, 6, 9“ Art Tension Gallery, Bourges (Frankreich)

2007 „Vertikale Trennwand“ Kunst in den Kapellen von St. Dedreno und St. Gérand

2008 „Gemälde“ Atelier du soleil, Fraisse des Corbières (F)

2012 „Vertikale Trennwände“ Galerie Lahumière Paris (F)

 Galerie „Von Schwarz zu Weiß, Farbe in Bewegung“ Fribourg (CH)

 „System, Sequenz, Reihe“, eine Arbeit auf Papier von Olivier Harlingue, Buc (F)


Eine Auswahl der im Shop erhältlichen Werke

Vorherige
Vorherige

Aurélie Nemours (1910–2005)

Im Folgenden
Im Folgenden

Antoine Perrot