Jean Leppien
« Ich hatte erwartet, die Geheimnisse künstlerischen Schaffens und Maltechniken zu erlernen. Doch ich lernte viel mehr: alles zu hinterfragen und von Grund auf neu zu beginnen, aber mit stolzer Demut an die Schöpfung zu glauben, selbst auf die Gefahr hin, Fensterscheiben zu zerbrechen, um sie zu ersetzen. Eine Brücke von Giotto zu Kandinsky, von Bach zum Jazz zu schlagen, beides zu bezweifeln, aber an die Brücke zu glauben. »
— Jean Leppien

JEAN LEPPIEN

Geboren 1910 in Lüneburg, Deutschland, gestorben 1991 in Paris.

Wir sprechen selten, ohne ein Wort zu viel zu sagen. Andere wiederum erschaffen mit diesem Überfluss an Worten ein Gemälde. Sie wollen, dass die Fülle ihrer Herzen erklingt. Auch Jean Leppien kennt diese Musik, wie wir alle, aufmerksame Bewohner dieses Jahrhunderts. Doch er bevorzugt die Mäßigung, die Sokrates so sehr am Herzen lag; es ist die mühsame Weisheit, die ihn unwiderstehlich anzieht. Er wünscht sich nur, ihr ein Lächeln zu entlocken. Hier also ist eine Malkunst, in der die knappe und klare Geometrie herrscht, Geometrie in all ihrer bekannten Strenge, mit, diskret, einem Hauch von Humor.

Wenn sich dieser Geist mit freiwilliger Armut verbindet, gibt es keinen Reichtum auf der Welt, der mit seinem Zauber mithalten kann.

Michel Seuphor

Werke in Museen und öffentlichen Sammlungen

Bauhaus-Archiv, Berlin

Museum von Grenoble, Frankreich

Villa Croce Museum für zeitgenössische Kunst, Genua, Italien

Tagesmütter und -väter der Stadt Paris

Straßburger Museum


Auswahl der Hauptausstellungen

2000 Altes Zollhaus, Straßburger Museum, Frankreich

2004 Gerhard Fietz Haus, Göddingen, Deutschland

2005 Grimaldi-Schlossmuseum, Cagnes-sur-Mer

Triptychon von 2007, Gemeinde Angers

2010 Neues Museum, Weimar, Deutschland

Eine Auswahl der im Shop erhältlichen Werke

Vorherige
Vorherige

Jean Legros (1917–1981)

Im Folgenden
Im Folgenden

Alberto Magnelli (1888–1971)