Kunst Köln
Charles Bézie, Nicholas Bodde, Andreas Brandt, Nathalie Delasalle, Jean Dewasne, Gottfried Honegger, Siegfried Kreitner, Claude Pasquer, Moon-Pil Shim, Hans Steinbrenner
Vom 16. bis 19. April 2015
Der Kontrast zwischen diesen beiden Farben hat Künstler schon immer fasziniert, doch nur wenige machen ihn zu einem zentralen Gestaltungselement. Es bedarf anderer ausdrucksstarker Kompositionen und Formen, um diese beiden gegensätzlichen Farben sichtbar zu machen. Eine uralte physikalische Regel besagt, dass Weiß die Gesamtheit aller Farben des Lichtspektrums umfasst und Schwarz die Abwesenheit von Farbe und somit Schatten.
Schwarz-Weiß-Arbeiten Dewasnesentfaltet der Kontrast zwischen diesen schwarzen und weißen Elementen seine volle Wirkung in der dynamischen Komposition des Werkes; Positiv und Negativ ringen vor unseren Augen miteinander, lediglich ein rotes Dreieck lenkt unseren Blick ab.
Jean Dewasne (1921–1999), dessen frühere Werke wir in einer Ausstellung in unserer Galerie präsentierten, die eine Reihe von Hommagen in verschiedenen französischen Museen abschloss, hat die Herzen der Sammler wieder erobert und vor allem die jüngeren Generationen begeistert. Sein hochaktuelles Werk und seine Präsenz im öffentlichen Raum, beispielsweise in der Metro Hannover, sind aktueller denn je.
Schwarz ist für manche Künstler das zentrale Element, und Charles Bézie ist einer von ihnen. Für ihn gibt es nicht nur ein Schwarz, sondern eine Vielzahl von Schwarztönen, die er mit mathematischem Geschick in Konstruktionen erforscht, in denen die Dicke an die Textur der Leinwand grenzt.
Nicholas Bodde, dessen Ausstellung zusammen mit dem Bildhauer Siegfried Kreitner derzeit in der Galerie zu sehen ist, ist vor allem ein Verfechter der Farbe. Wir baten ihn, mit dem Thema Schwarz und Weiß zu experimentieren; das Ergebnis wird an unserem Stand ausgestellt.
Wer versteht den wahren Wert von Schwarz und Weiß als Farben besser als Claude Pasquer ? Seine Werke beginnen mit farbigen Abschnitten, die nach und nach mit Weiß oder Schwarz überdeckt werden, sodass nur noch dünne Farbbänder auf der Leinwand sichtbar bleiben.
Bei Moon-Pil Shim, dessen Werk wir im Mai 2014 in der Galerie präsentierten, ist Schwarz ein wiederkehrendes Thema, und Weiß verleiht ihm Tiefe. Er trägt die monochrome Farbe auf das Plexiglas auf und bearbeitet sie mit feinen Streifen mithilfe eines Cutters.
Andreas Brandt, in Deutschland ein bekannter Künstler, arbeitete intensiv mit diesen beiden Farben; seine schwarz-weißen Konstruktionen zeugen von großer Ausdruckskraft. Die minimalistische Bewegung einiger seiner Werke verströmt eine starke Energie.
Gottfried Honegger, ein 98-jähriger Schweizer Künstler, erforschte in seinen Skulpturen und Reliefs häufig die Farbe Weiß. Der Gründer des Espace de l'Art Concret in Mouans-Sartoux, in den Hügeln oberhalb von Cannes, und überzeugte Verfechter dieser abstrakten und konkreten Kunstrichtung, wird im Juni eine Retrospektive im Centre Georges Pompidou erhalten. Wir freuen uns sehr, dass sein Wahlheimatland endlich sein Werk und sein Engagement würdigt.
organisierten Ausstellung Steinbrennereine seiner prachtvollen schwarzen Holzskulpturen, die wir nun erstmals auf einer Kunstmesse präsentieren.
Wir werden außerdem ein Werk von Nathalie Delasalle, einer Bildhauerin, die mit Weiß arbeitet, präsentieren, um eine Ausstellung im Atelier Blanc in Villefranche-de-Rouergue zu ergänzen.
Wir freuen uns darauf, Sie bald wieder in Köln begrüßen zu dürfen und senden Ihnen unsere herzlichsten Grüße.
Anne und Diane Lahumière