Kunst Paris
Victor Vasarely, Ode Bertrand, Marcelle Cahn, Isabelle de Gouyon Matignon und Aurélie Nemours
Vom 4. bis 7. April 2019
Wir präsentieren Werke des ungarischen Künstlers Victor Vasarely (1906–1997) und knüpfen damit an unsere aktuelle Ausstellung in der Galerie sowie an die im Centre Pompidou an, für die wir ebenfalls Werke zur Verfügung stellen. Ein weiterer Bereich unseres Standes bietet einen Rückblick auf die Januar-Ausstellung „Particulières“ mit Werken von Ode Bertrand, Marcelle Cahn (1895–1981), Isabelle de Gouyon Matignon und Aurélie Nemours (1910–2005), deren Werkverzeichnis mit Öl- und Vinylgemälden, herausgegeben von Serge Lemoine, soeben erschienen ist.
An unserem Stand findet eine Signierstunde mit Serge Lemoine statt.
Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Vasarely! Nach einer Ausstellung seines malerischen Werks im Staedtell Museum in Frankfurt, die von September 2018 bis Januar 2019 lief und zu der wir beigetragen haben, ist derzeit eine neue Victor-Vasarely-Ausstellung im Centre Pompidou zu sehen. Diese Ausstellung konzentriert sich vor allem auf das „Phänomen Vasarely“ auf dem Höhepunkt seiner Popularität in den 1960er und 70er Jahren. Die Produktion von Drucken und monumentalen Werken ermöglichte es ihm, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren und zugänglich zu machen. Anne und Jean-Claude Lahumière waren in jenen Jahren Verleger und arbeiteten mit Vasarely und seinem Siebdrucker Wilfredo Arcay zusammen. Die kinetische Kunst erlebte in Europa ihre Blütezeit, und in dieser Zeit entdeckten Anne und Jean-Claude Lahumière einen Teil von Vasarelys Werk, der nicht mehr ausgestellt wurde, nämlich seine Arbeiten aus den 1950er Jahren. Im Laufe der Zeit bauten sie eine bedeutende Sammlung von Werken aus dieser Periode auf. Wir werden einige Werke aus dieser Zeit sowie einige spätere Arbeiten präsentieren, die die aktuelle Ausstellung in der Galerie ergänzen.
In einem anderen Teil des Standes widmen wir uns erneut der Ausstellung „Particulières“ (Besonderheiten), die vier Künstlerinnen der geometrischen Abstraktion präsentiert. Céline Berchiche kommentiert die Ausstellung:
„Fast ein halbes Jahrhundert trennt die frühen Werke von Marcelle Cahn (1950–60) von den jüngsten Werkreihen von Ode Bertrand und Isabelle de Gouyon Matignon (2018).“ Man könnte leicht geneigt sein, Marcelle Cahn und Aurélie Nemours, geboren 1895 bzw. 1910, als Pionierinnen im Vergleich zu ihren jüngeren Kolleginnen (1930 und 1964) zu betrachten. Doch das ist ein Trugschluss, denn ihre Werke scheinen miteinander in Dialog zu treten und aufeinander zu reagieren. Die Kombinationsmöglichkeiten dieser vier Künstlerinnen sind unendlich und frei von jeglicher Vorstellung von Zeit, Stil oder gar Geschlecht. Denn es muss betont werden, dass die geometrische Abstraktion von Anfang an viele Frauen in ihren Reihen hatte.
In der Ausstellung „Particulières“ treten die Skulpturen von Isabelle de Gouyon Matignon in einen Dialog über den Raum mit den neuesten Gemälden von Ode Bertrand. Ebenso zeigen die Gemälde von Aurélie Nemours mit ihrer starken Einheit von Form und Grund, betrachtet durch die Linse der Arbeiten von Marcelle Cahn, dass die Konkrete Kunst eine Bewegung von großer Vielfalt ist, in der die Kombinationen zahlreich und die Entwicklungen unaufhörlich erscheinen.
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