Kunst Köln
Siegfried Kreitner, Timo Nasseri, Victor Vasarely, Sigurd Rompza, Jean Leppien, Auguste Herbin
Vom 17. bis 19. November 2023
Wir freuen uns, Sie zur 56. Ausgabe der Kölner Messe wieder begrüßen zu dürfen.
Wir werden auf die Gruppenausstellungen zurückkommen, die seit Jahresbeginn in der Galerie stattfinden. Insbesondere auf die Ausstellung „Immobile Mobilität“, bei der der Betrachter nicht länger nur passiver Beobachter ist, sondern seinen Blick schulen muss, um zu entdecken, was ihm die unbeweglichen Werke in Bezug auf Bewegung bieten können – anhand der Arbeiten von Siegfried Kreitner, Timo Nasseri und Victor Vasarely (1908–1997).
In einem anderen Kontext, dem der Farbe, werden mehrere Werke von Sigurd Rompza präsentiert. Auf einer Messe lässt sich diese subtile Kunst jedoch nur schwer angemessen zur Geltung bringen; ihre volle Wirkung entfalten sie erst im wechselnden Tageslicht. Je nach Blickwinkel, Lichtverhältnissen und der Neugier des Betrachters können die Farben in Rompzas Werken ein farbenprächtiges Erlebnis hervorrufen.
Ebenfalls ausgestellt werden Werke von Jean Leppien (1910–1991), einem Schüler Kandinskys und Albers am Bauhaus. Er distanzierte sich allmählich von den Einflüssen Kandinskys und Albers’ und konzentrierte sich fortan auf Kreuze und insbesondere auf seine berühmten Kreise, die er UFOs (unidentifizierte Flugobjekte) nannte. Von Beginn an war seine Farbwahl stark von seiner Umgebung geprägt. Seine zahlreichen Aufenthalte in Südfrankreich faszinierten ihn; der blaue Himmel und die leuchtenden Landschaften – rot, grün, gelb – ließen ihn schließlich in Roquebrune verweilen, wo er ein Atelier fand. Seine Kompositionen und seine Farbwahl folgen keiner systematischen Vorgehensweise, selbst als sein Werk minimalistischer wurde. Nicht mehr Albers’ Lehren prägen ihn, sondern allein seine eigene Sensibilität und seine mediterrane Umgebung. Sein Humor und sein scharfer Blick veranlassten ihn zu der Aussage über ein von ihm gemaltes Bild, dass es lange genug unter seinem Blick an der Wand hängen müsse, um zu wissen, ob das, was er da gemalt hatte, wirklich ein Gemälde sei.
Auguste Herbin (1888–1960), dem im April 2024 im Musée Montmartre in Paris eine Retrospektive gewidmet wird, die wir unterstützen, wird mit einigen Arbeiten auf Papier und einem Ölgemälde auf Leinwand am Stand anwesend sein.