DAS METRONOMAUGE

Ode Bertrand, Nicholas Bodde, Andreas Brandt, Sophie Coroller, Jean-François Dubreuil, Jean-Michel Gasquet, Hans Jörg Glattfelder, Gottfried Honegger, Claude Pasquer und Henri Prosi

Vom 10. September bis zum 10. Oktober 2026

Für diese Ausstellung zum Schulanfang haben wir Künstler zusammengebracht, deren Werke mit ihren rhythmischen, dynamischen, strengen und strukturierenden Kompositionen sich als visuelle Partituren offenbaren, die darauf warten, vom Blick des Betrachters erkundet zu werden.

Intervalle, Raster und Linien wirken durch die von ihnen suggerierte Bewegung wie Pausen oder Atemzüge in einer Melodie. Sie erzeugen Rhythmus, indem sie die Oberfläche mit Wiederholungen, Synkopen oder plötzlichen Beschleunigungen gliedern. Eine vertikale Linie kann einen starken Takt verkörpern, während ein Farbwechsel als Modulation fungiert und den Blick mit der Präzision eines perfekten Akkords von einem Ton zum anderen lenkt.

Dieser Ansatz offenbart eine tiefe Verwandtschaft zwischen Auge und Ohr: Geometrie ist nicht länger bloß eine Frage der Proportion, sondern des Rhythmus. Der Maler orchestriert, wie ein Komponist, Spannungen und verwandelt potenzielles Chaos in eine visuelle Harmonie, in der jedes Element seinen Platz in der Raumsymphonie findet.