Spannungen und Farben

um Olle Baertling

Olle Baertling, Charles Bézie, Nicholas Bodde, Jean-François Dubreuil, Günter Fruhtrunk, Auguste Herbin, Jean Legros und Yves Popet

Vom 21. Mai bis zum 11. Juli 2026

Eröffnungsempfang am 21. Mai von 18 bis 20 Uhr

Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Ausstellung „ Spannungen und Farben – Rund umOlle Baertling“, die an die Ausstellung anknüpft, die das Schwedische Institut derzeit diesem bedeutenden Künstler der Abstraktion widmet.

Die Ausstellung vereint Werke, die sich um ein gemeinsames Forschungsfeld drehen: die reinen, energiegeladenen Farben, deren Gegenüberstellung Spannungen erzeugt und die Oberfläche in Bewegung versetzt. Neben OlleBaertling präsentieren wir Arbeiten von Charles Bézie, Nicholas Bodde, Jean-François Dubreuil, Günter Fruhtrunk, Auguste Herbin, Jean Legros und Yves Popet.

Der gemeinsame Nenner liegt in der Verwendung flacher, farbiger Flächen, die ohne jegliche räumliche Illusion wirken und dennoch entschieden räumlich erscheinen. Für Olle Baertling war es wesentlich, dass das Werk ein Gefühl von Offenheit und Weite vermittelt. In seinen Kompositionen bleiben die Winkel offen: Trotz der engen Konvergenz zweier Linien schließt sich die Form nie. Gleichzeitig entfaltet sie weite Farbfelder, die über den Rahmen hinausreichen und so ins Unendliche streben.

In den gezeigten Werken aktivieren die Farben die Leinwand und entfalten ihre volle Kraft an den Berührungspunkten, wo ihre Grenzen aufeinandertreffen. Farbkontraste, durch Diagonalen angedeutete Richtungen sowie das Nebeneinander und die Kontraste von Farbflächen erzeugen Effekte von Vorrücken, Zurückweichen, Ausdehnen oder Verkleinern. Die Grenzen der Leinwand fungieren nicht länger als geschlossene Begrenzungen, sondern tragen zur Gestaltung eines dynamischen Raumes bei.

Die Leinwand wird zum Kraftfeld, das einen grundlegenden Wandel markiert: Raum wird nicht länger dargestellt, sondern erzeugt. Diese spannungsvollen Wechselwirkungen setzen eine spürbare Energie und Schwingung frei, wobei jede Farbe durch ihre Intensität und Position ein sich ständig veränderndes Gleichgewicht schafft, das den Blick des Betrachters fortwährend lenkt.