Jean-Gabriel Coignet und Antoine Perrot
Notwendige Realität
Vom 13. Januar bis zum 4. März 2017
Antoine Perrot und Jean-Gabriel Coignet kennen und schätzen einander. Diese gemeinsame Ausstellung rückt das Werk des Malers Antoine Perrot in den Vordergrund, der sich unermüdlich mit der Frage auseinandersetzt: Wie malt man heute?
Sie präsentiert auch die Arbeiten des Bildhauers Jean-Gabriel Coignet, der durch meisterhafte Technik eine Form skulpturaler Reinheit anstrebt.
Jeder von ihnen nähert sich auf seine Weise einer Suche, die fest im Alltag und der Realität verwurzelt ist.
Antoine Perrot, der die Farben industrieller und alltäglicher Materialien und Objekte aufmerksam wahrnimmt, integriert sie in seine Kompositionen und betont, dass er sie in Gemälde verwandelt. Indem er diese vorgefertigten Farben in seine Bilder einbezieht – ein Prozess, den er „Ready-made-Farbe“ nennt –, betrachtet er seine Werke als Träger kollektiver Werte. Dieser Logik folgend, hat er Farben bedruckter Stoffe verwendet, um die neue Serie „An die Menschen von Paris“ zu schaffen, die die Vielfalt der Pariser Viertel feiert: kulturelle Vielfalt, Vielfalt der Ideen, Fähigkeiten und Vorstellungen.
Jean-Gabriel Coignet begegnet technischen Beschränkungen, die er als Herausforderung annimmt. Alle seine Skulpturen sind von Natur aus statuenhaft; sie müssen nichts beweisen. Die Freiheit und Souveränität, mit der er die Harmonie und Proportionen seiner Werke bewahrt, sind das Ergebnis umfassender Studien und Forschungen. Diese begannen mit der Untersuchung der Lichtwirkung in seiner Serie opaker Skulpturen, gefolgt von der Erforschung der Volumendynamik im Raum mit der Ana-Serie und schließlich der Wirkung von Polychromie auf die Konstruktion in der Katarzyna-Serie. Das Werk besitzt eine greifbare Präsenz; es durchdringt Zeit und Raum.