Pastellskulpturen
Yves Popet Denis Pondruel
Vom 16. Januar bis zum 28. Februar 2015
Ein Künstler entwirft Betonwürfel, die eine Architektur verbergen. In jüngster Zeit wurden diese Würfel durch perforierte Metallpaneele ersetzt.
Der andere Künstler fügt flache Quadrate in samtigen Pastelltönen zusammen, die sich scheinbar überlappen und in einer fragmentierten Architektur nur ihre Kanten offenbaren.
Was Yves Popet in seinen flachen Flächen auf der Suche nach Leere ertränkt, was in seinen Pastellen noch präsenter ist, verbirgt Denis Pondruel in seinen dem Auge entgleitenden Strukturen: einen Zufluchtsort, einen Ort der Stille.
Beide Werke regen den Betrachter dazu an, sich das Unsichtbare vorzustellen. Was geschieht auf diesem mit schwarzer, roter, blauer, gelber oder grauer Pastellfarbe bedeckten Blatt? Wo sind die anderen Ränder der Quadrate geblieben?
Warum wird der Betrachter eingeladen, die Treppe in einen dunklen Betonwürfel hinabzusteigen oder sich an das Lesen eines perforierten Textes zu klammern, nur um letztendlich zu entdecken, dass da nichts ist als das Unsichtbare und die Leere?
Diane Lahumière