Marcelle Cahn „Die Straßenbahn“ 1927
Öl auf Leinwand, 73 x 54 cm
Die Frauen von Sturm
Avantgarde-Künstlerinnen in Berlin von 1910 bis 1930
Vom 30. Oktober 2015 bis zum 7. Februar 2016
Die „Sturm-Frauen“ kündigten die Ankunft der modernen Kunst an. Ursprünglich der Name einer 1910 gegründeten Zeitschrift, die expressionistische Kunst förderte, wurde der Begriff „Sturm“ schnell zu einem geflügelten Wort. Herward Walden, der Herausgeber der Zeitschrift, gründete 1912 die gleichnamige Galerie in Berlin. Viele Künstlerinnen, darunter auch einige aus dem Ausland, stellten dort erstmals in Deutschland ihre Werke aus. Die Sturm-Bewegung, die sich im Allgemeinen gegen den konventionellen, bürgerlichen Geist wandte, bestand aus Freundeskreisen mit gemeinsamen Interessen. Diese Bewegung entfachte intensive Diskussionen und brachte avantgardistische Ideen, Theorien und Konzepte hervor. Sie breitete sich rasch in breitere kulturelle Bereiche aus, mit der Entstehung von Sturm-Abenden, der Sturm-Akademie, dem Sturm-Theater und sogar einer Buchhandlung. In Berlin brachte die Sturm-Bewegung zwischen 1910 und 1930 zahlreiche Akteure der Kulturszene und ein breites Publikum zusammen.