Jean Dewasne, Konstruierte Farbe:
Von der Anti-Skulptur zur Architektur

Matisse-Museum – Le Cateau-Cambrésis

Vom 22. März bis zum 9. Juni 2014

Das Matisse-Museum präsentiert dank einer kürzlich erfolgten Schenkung des französischen Staates das
facettenreiche Werk von Jean Dewasne, einem Meister der französischen konstruktiven Abstraktion.
Der Gewinner des Kandinsky-Preises von 1945 nahm 1962 und 1968 am französischen Pavillon der Biennale von Venedig teil. 1966 widmete ihm Harald Szeemann in der
Kunsthalle Bern seine erste Retrospektive.
Dewasne, der die Kompositionen der beiden Wandgemälde an der Grande Arche de la Défense (das größte
Gemälde der Welt), die U-Bahn-Systeme von Rom und Hannover sowie das Farbkonzept des Centre Pompidou schuf, geriet in den letzten 30 Jahren weitgehend in Vergessenheit. Diese Ausstellung rückt daher das Werk eines Künstlers in den Fokus, der sich seiner Kunst mit tiefem Engagement widmete, in seiner Auseinandersetzung mit der Wissenschaft und seinen Verbindungen zu Unternehmen in Dänemark, den Niederlanden und Frankreich (darunter Renault) dezidiert modern war und in seinem architektonischen Ansatz innovativ agierte. Seine Anti-Skulptur „Red Habit“, die zuletzt
1975 in Pittsburgh zu sehen war, wird bei dieser Gelegenheit zusammen mit 60 bisher unveröffentlichten Werken präsentiert.