50 JAHRE
Vom 17. Oktober bis zum 10. Januar 2014
Ach ja, es war einmal eine junge, hübsche Deutsche aus Bremen, die nach Frankreich kam, um Französisch zu lernen, und dort vor Rodins Skulptur „Der Denker“ im gleichnamigen Museum einem großen, gutaussehenden jungen Mann begegnete.
Kein schlechter Anfang, nicht wahr?
Gerade als sie in ihre Heimat zurückkehren wollte, steckte ihr der charmante Mann mit dem Bart einen Ring an den Finger…
Nach und nach entdeckten sie ihre gemeinsame Affinität zur Kunst und vor allem ihre Leidenschaft für geometrische Abstraktion. Sie bekamen drei Kinder:
Diane (1961), Galerie (1963) und Frédéric (1965).
Das älteste Kind, also ich selbst, der ich diese Zeilen schreibe, brauchte einige Zeit, um seinen Platz zu finden, da das zweite Kind viel Zeit in Anspruch nahm. Der dritte, Frédéric, fand schließlich nach vierzig Jahren seinen Weg. Auch er ist kreativ, gründete sein eigenes Unternehmen für Leuchtendesign und führt seine kleine Firma mit großem Erfolg. Sie hat alle Voraussetzungen für einen großen Erfolg, denn die Lampen, die er unter seiner Marke Lahumière Design entwirft, sind sehr beliebt.
Was uns hier aber besonders interessiert, ist die alles verzehrende Leidenschaft, die Anne und Jean-Claude Lahumière für ihren Beruf hegen. Unterstützt von ihrem treuen Partner Patrice Blanc und ihren Künstlern reisen sie um die Welt, besuchen Messen und organisieren schlüsselfertige Ausstellungen in französischen und internationalen Museen; kurzum, sie setzen sich mit vollem Engagement für die Förderung dieser Kunstrichtung ein, die weiterhin eine vielversprechende Zukunft vor sich hat.
Galerist zu sein ist ein wunderbares Abenteuer, ein verrückter, riskanter Job – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Man muss hartnäckig sein, wirtschaftliche Stürme und wechselnde Moden überstehen, ein scharfes Auge und den Mut haben, die Vergangenheit anzuerkennen und die Zeit mitzugestalten. Natürlich macht man Fehler, denn man lernt daraus, aber vor allem muss man loyal sein. Diese Treue zur geometrischen Abstraktion hat zum Markenimage der Galerie beigetragen, und die Entscheidungen sind manchmal schwierig; sie können gegen jede wirtschaftliche Logik getroffen werden. In Annes und Jean-Claudes Führung schwingt immer ein gewisses Risiko mit, das Risiko, nichts zu verkaufen… Allein aus Überzeugung gab es Ausstellungen, die in Frankreich keine Beachtung fanden, aber die Treue zur Vision der Galerie widerspiegeln. Die Ausstellungen der letzten zehn Jahre belegen dies.
Fragen Sie nach dem Programm!
Diane Lahumière